Wie kannst du dir den großen Erfolg von ReCycle erklären?
MK: „Die zahlreichen Spender haben erkannt, dass hinter dieser Aktion die ernsthafte Absicht steckt, Kinder und Erwachsene zu unterstützen und ihnen eine Freude zu bereiten. Außerdem haben wir, als großer Fahrrad-Versender, die nötige Kompetenz, ein solches Fahrrad-Projekt umzusetzen.“
In welchem Zustand waren die Räder, die gespendet wurden?
MK: „Die Räder waren in einem erstaunlich guten Zustand. Wir müssen ehrlich zugeben, dass wir mit Fahrrädern gerechnet haben, die in wesentlich schlechterem Zustand sind. Dennoch kann man viele Räder nicht so verschicken wie sie angeliefert wurden.“
Was muss noch gemacht werden, bevor die Fahrräder verschickt werden?
MK: „Nachdem die Fahrräder bei uns eingegangen sind, werden sie nun gesichtet: Sind die relevanten Elemente intakt, welche Reparaturen müssen durchgeführt werden, welche Ersatzteile müssen dafür besorgt werden und ähnliches. Anschließend werden die Ersatzteile gesammelt bzw. bestellt, wenn wir sie nicht im Lager vorrätig haben. Danach folgt der Montageprozess, in dem die Ersatzteile montiert werden und alle nötigen Reparaturen durchgeführt werden. Einige elementare Reparaturen können nur mit Hilfe von Spezialwerkzeug erledigt werden. Wir verfügen über die nötige Ausstattung, diese größeren Instandsetzungen vorzunehmen. Bei der Vielzahl an Rädern – immerhin über 1.500 – beansprucht das eine gewisse Zeit.“
Was passiert, wenn ein Fahrrad einmal repariert werden muss, wenn es schon in Afrika ist?
MK: „Sobald die Räder versendet werden, wird auch unserer erfahrenster Retouren- und Reparaturen-Mechaniker nach Südafrika fliegen und Schulungen durchführen. Die Empfänger der gespendeten Räder sollen lernen, kleine Reparaturen mit Hilfe gewöhnlicher Werkzeugausstattung, die wir mitschicken, selbst durchzuführen. Dazu gehören zum Beispiel das Wechseln eines Schlauches, der Bremsbeläge oder der Kette und vieles mehr.“
Warum sind die Fahrräder noch nicht in Südafrika angekommen?
MK: „Bisher haben wir die Räder nur gesammelt, jetzt sind wir beim zweiten Schritt angelangt, der Sichtung und Überprüfung, sowie der notwendigen Reparaturen. Durch die überwältigende Menge der gespendeten Räder kann dies leider noch eine Weile in Anspruch nehmen. Es ist essentiell, dass die Räder in einem guten Zustand verschickt werden. Wenn ein Rad beispielsweise einen gebrochenen Rahmen hat, wäre es verantwortungslos, jemanden damit fahren zu lassen. Sobald die nötigen Schritte durchgeführt sind, schicken wir die Räder los.“
Wie lief die Kooperation mit Hermes?
MK: „Die Kooperation mit Hermes lief sehr gut. Die Räder wurden bei den Spendern abgeholt und im vereinbarten Zustand und in den vereinbarten Fahrzeugen zu uns geliefert. Das heißt im Klartext, dass alle Fahrräder für den Transport entsprechend geschützt und gesichert wurden. Für den reibungslosen Ablauf möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bedanken.“