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Stern Bericht: Freie Fahrt für freie Radler

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dickerbert

Dabei seit: 25.05.2009
Beiträge: 424


Verfasst am: 30.08.2009 [20:04]
www.stern.de/auto/service/radfahr-offensive-freie-fahrt-fuer-freie-radler-1502645.html

Endlich hat man es begriffen, dass eine Radwegbenutzungspflicht jedem im Wege steht, der schnell (und sicher!) vorankommen will! Ich bin sehr gespannt darauf, ob die Kommunen wirklich Schilder abbauenn oder nicht. Ich für meinen Teil bin jedoch jetzt erst recht darin gestärkt, jegliche Radwege zu ignorieren ^^


flyingkona
[Moderator]

Dabei seit: 10.10.2008
Beiträge: 809


Verfasst am: 30.08.2009 [21:23]
Generell finde ich diese Entwicklung gut, da bei dem Radwegenetz in Deutschland einiges im Argen liegt.

Es sollte daher jedem Radfahrer selbst überlassen bleiben, ob er einen vorhandenen Radweg nutzt oder - als vollwertiger Verkehrsteilnehmer - auf der Straße fährt. Allerdings ist da Eigenverantwortung, Augenmaß, gesunder Menschenverstand und Vernunft gefragt.

Zu oft habe ich leider schon beobachtet, daß Radfahrer auf sehr stark frequentierten und schnell befahrenen Straßen "rumeiern", Brems- und riskante Überholmanöver provozieren, obwohl parallel zur Straße ein breiter, super asphaltierter Radweg verläuft. Mit solchen Aktionen ist dann keinem gedient: die Auto-/LKW-Fahrer sind genervt und der Radfahrer riskiert seine Gesundheit.

Es hat wie immer alles 2 Seiten!

http://img30.imageshack.us/img30/7477/vmaxschildkrte.jpg MissQuax - die Bruchpilotin icon_wink.gif

dickerbert

Dabei seit: 25.05.2009
Beiträge: 424


Verfasst am: 30.08.2009 [22:06]
Wenn man so Radfährt, wie man Auto fährt, sehe ich kein Problem darin. Schwarze Schafe gibt es bei Radfahrern wie bei Autofahrern, und die Regeln bestimmen das Spiel.
Ich war dieses Wochenende in Berlin und was ich da an Radwegenetz sehen durfte, war unmöglich. Die Radwege hörten einfach so auf, führten auf die Busspur. Von dort musste man dann zurück auf die zweispurige Fahrbahn und an der nächsten Ecke wieder über die Busspur rüber auf den Radweg. Wenn man gleich auf der Straße fährt, erspart man Autofahrern eine Menge Schulterblicke, ob auch wirklich kein Radfahrer irgendwo steckt.

Aber es wird sich eh erstmal zeigen, ob die neue Gesetzesänderung etwas bewirkt. Eine Radwegebenutzungspflicht besteht laut Gesetz seit 1997 nur noch in Ausnahmefällen (die durch die blauen Schilder gekennzeichnet sind). Nur war es bisher die Regel, dass jeder Radweg damit gekennzeichnet wurde und somit benutzungspflichtig war. Und auch mit dem neuen Gesetz ist die Radwegebenutzungspflicht nicht aus der Welt - nur sind die Rahmenbedingungen für einen benutzungspflichtigen Radweg enger geworden!


vorlagendesigner

Dabei seit: 27.05.2009
Beiträge: 104


Verfasst am: 31.08.2009 [11:23]
Also in großen Städten wäre ich schon dafür, die Pflicht bei zu behalten.

Außerhalb denke von Ortschaften entfällt es eh, wobei ich als Autofahrer auf jeden Fall froh bin, das es bei uns an der Seenplatte in MV fast überall Radwege an den Straßen gibt, sonst könnt man im Sommer gleich alles mit dem Rad fahren wenn die Turis einfallen und auf der Straße fahren würden.... da würde hier alles in Folge verstopft

Mit freundlichen Grüßen

Sebastian Kambs



extracrispy

Dabei seit: 09.09.2008
Beiträge: 2001


Verfasst am: 31.08.2009 [11:46]
"vorlagendesigner" schrieb:

.

das es bei uns an der Seenplatte in MV fast überall Radwege an den Straßen gibt,


Wäre schön, wenn ich dasselbe über die Gegend Meck/Pomms sagen könnte, in der ich am häufigsten unterwegs bin. Vernünftige Radwege sind hier Mangelware, und das wird sich wohl auch so schnell nicht ändern. Somit ist man praktisch auf die Benutzung der Strassen angewiesen. Und die innerstädtischen sind meist nicht viel mehr als ein "Notbehelf", die ich eher ungern benutze, weil ich das Gefühl habe, mit einer umsichtigen Fahrweise auf der Strasse weitaus sicherer unterwegs zu sein icon_wink.gif

Fingayn

Dabei seit: 19.04.2009
Beiträge: 329


Verfasst am: 31.08.2009 [14:47]
"dickerbert" schrieb:

Ich war dieses Wochenende in Berlin und was ich da an Radwegenetz sehen durfte, war unmöglich. Die Radwege hörten einfach so auf, führten auf die Busspur. Von dort musste man dann zurück auf die zweispurige Fahrbahn und an der nächsten Ecke wieder über die Busspur rüber auf den Radweg. Wenn man gleich auf der Straße fährt, erspart man Autofahrern eine Menge Schulterblicke, ob auch wirklich kein Radfahrer irgendwo steckt.


Teilweise ist es als Radfahrer in Berlin nicht wirklich angenehm zu fahren, da hast du recht und vor allem in der Innenstadt sucht man Fahrradwege oft vergeblich. Allerdings musste ich zu meiner Überraschung feststellen, dass der Großteil der Stadt tatsächlich von gut ausgebauten Radwegen durchzogen ist. Auf meinem 16 Km langen Arbeitsweg z.B. muss ich nur in der Nähe der Stadtmitte ca. 1,5 Km auf der Straße fahren, ansonsten sind wirklich fast überall befahrbare Radwege.

Wie flyingkona schon angesprochen hat gibt es hier wie fast überall 2 Seiten und wenn ich z.B. manche Rennradfahrer mit 25 Km/h auf einer viel befahrenen Straße rumeiern sehe kann ich mir ein innerliches Kopfschütteln nicht verkneifen.

Der frühe Vogel fällt nicht weit vom Stamm.

dickerbert

Dabei seit: 25.05.2009
Beiträge: 424


Verfasst am: 31.08.2009 [15:13]
"Fingayn" schrieb:

Wie flyingkona schon angesprochen hat gibt es hier wie fast überall 2 Seiten und wenn ich z.B. manche Rennradfahrer mit 25 Km/h auf einer viel befahrenen Straße rumeiern sehe kann ich mir ein innerliches Kopfschütteln nicht verkneifen.
Aber was hat denn ein Rennradfahrer mit 25km/h auf dem Radweg zu suchen? Auf den Radwegen, die ich kenne, sind eigentlich immer Fußgänger. Ob erlaubt oder nicht. Oft noch mit Hund oder Kindern. Da kann man dann nicht mit 25km/h durchblasen! Auch wenn auf der Straße 25km/h vielleicht wenig sind, auf dem Radweg auf dem sich Fußgänger befinden, sind 25km/h viel.
Und wenn etwas passiert, dann wird man als Fahrradfahrer rund gemacht, weil man auf die Schwächeren aufzupassen hat.
Ich finde 25km/h jetzt nicht so langsam, als dass man nicht damit auf der Straße fahren sollte. Ein Auto, was auch nur eine Minute mit dieser Geschwindigkeit hinterher fährt, verliert dadurch auf seiner Gesamtfahrt vielleicht 10sek. Und so schwierig sind Radfahrer ja nun auch nicht zu überholen.....

Es geht ja auch ein bisschen darum, seinen Sport gut auszuüben. Und wenn der Rennradfahrer seine Grundlagenausdauer bei 25km/h trainiert, wieso sollte er schneller fahren? Auf dem Radweg kann er nicht richtig trainieren, weil er ständig abbremsen muss und auf der Straße soll er es nicht, weil er mit 25km/h zu langsam ist?!

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