Fahrzeugtypen

Was ist ein E-Bike?

Elektrofahrrad, E-Bike, Pedelec und LEV: an Bezeichnungen für das Fahrrad mit dem eingebauten Rückenwind mangelt es nicht. Sämtlichen Arten übergeordnet ist die Abkürzung LEV. Sie steht für Light Electric Vehicles oder auf Deutsch Leicht-Elektrofahrzeug.

E-Bikes hingegen haben einen Gashebel und werden auch Leichtmofas genannt. Sie können nicht nur, wie das Pedelec, im Mischbetrieb oder als reines Fahrrad betrieben werden, sondern auch mit reiner Motorkraft durch bloßes Drehen eines Drehgriffs ('Gasdrehgriff'). Im Gegensatz zu den Pedelecs, deren Potential darin liegt, dass sie trotz unterstützender Motorisierung in der EU als Fahrräder gelten und somit zulassungsfrei sind, bedürfen E-Bikes mit Gashebel in Deutschland einer Betriebserlaubnis und sind somit versicherungspflichtig. Die motorisierte Höchstgeschwindigkeit ist vom Gesetzgeber auf 20 km/h begrenzt. Eine eigene Tretleistung ist dabei nicht erforderlich. Motorisierung und Muskelkraft wirken somit als Antriebssysteme unabhängig voneinander. Eine Helmpflicht besteht nicht, trotzdem gilt ein Helm als empfehlenswert.

Was ist ein E-Mobile?

Ein E-Mobile ist ein hoch spezialisiertes und technisch aufwendiges Hilfsmittel, welches vielen gehbehinderten Menschen und Senioren, mit und ohne Handicap, im Alltag wichtige Dienste erweisen kann: Durch ein E-Mobile kann die Mobilität erhalten bleiben und die Teilnahme am sozialen Leben gesichert werden. Strecken lassen sich einfach und bequem überwinden, was nicht nur eine körperliche Erleichterung ist, sondern auch wieder mehr Lebensqualität in das Leben mobilitätseingeschränkter Personen bringt. Das höchste Gut für Menschen, denen das Laufen schwer fällt, ist sich ihre Selbständigkeit zu bewahren. Durch fehlende Mobilität wird oft auch das Gefühl der Dazugehörigkeit beeinträchtigt.
Die mehrspurigen, offenen, elektrisch angetriebenen Leichtfahrzeuge, die nur den Fahrzeugführer befördern können, sind Elektromobile für die täglichen Wege oder Ausflüge. Die kompakten, wendigen und sehr komfortablen Fahrzeuge überzeugen durch ihr futuristisches Design, sehr gute Fahreigenschaften und durch kraftvolle Motoren bei einer robusten Konstruktion mit hoher Qualität. Besonderes Augenmerk wird auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und einfache Bedienung gelegt. Gepäck kann auf der Bodenplatte zwischen den Beinen oder im Korb am Lenker transportiert werden. Der Sitz ist zwecks der leichteren Einstiegsmöglichkeit als Drehsitz mit Arretierung ausgeführt. Anders als ein Elektrorollstuhl ist das E-Mobil meist nur auf eine Gehbehinderung ausgerichtet. Ein weiterer Unterschied zum E-Rollstuhl besteht in der direkten Lenkung des E-Mobiles. Folglich muss der Fahrzeugführer des Elektromobils beide Arme einsetzen können.

Was ist ein E-Scooter?

Ein Elektro-Scooter - auch E-Roller genannt - ist heute vielen seiner benzingetriebenen Artgenossen auch in den Fahrleistungen mehr als ebenbürtig. Der typische E-Rollerfahrer ist oft ein überzeugter Rollerfaher, der auf die zukunftsorientierte, umweltverträglichere Variante umgestiegen ist. Steigende Energiekosten lassen aber auch manchen Autofahrer zum Nutzer eines E-Rollers werden. Der Druck des Klimawandels und die steigende Energiekrise fordern zum Umdenken auf. E-Rollerfahrer verfolgen das Ziel, ihre Mobilität im Alltag möglichst einfach, günstig und komfortabel zu gestalten. Viele Komponenten und der Motor der E-Roller sind daher speziell für den Elektroeinsatz entwickelt. Sparsam Tanken kann man heute nur an der Steckdose. Die intelligente Elektronik und der effiziente Radnabenmotor eines E-Rollers drücken Betriebskosten auf ungefähr 50 ct pro 100 km. Durch den Entfall vieler Teile, die bei einem Benzinmotor verschleißen können, beschränken sich die Wartungskosten fast nur auf Bremsen und Reifen. Ohne Benzin, Öl und Abgase sind E-Roller einfach sauberer, ohne dabei auf Komfort, Design und überzeugende Fahrleistungen zu verzichten. Die Entscheidung für einen E-Roller wird fast immer aus Liebe zur Umwelt getroffen, denn der Anschaffungspreis ist höher als beim benzinbetriebenen Roller. Der Elektroroller nimmt es aber locker mit seinen benzingetriebenen 50 ccm Kollegen auf. Ein starkes Drehmoment und die lineare Leistungsentfaltung des Radnabenmotors garantieren auch im Soziusbetrieb oder an Steigungen zügiges Vorankommen. Mit einer Booster-Taste kann die Motorleistung sogar oft kurzfristig noch gesteigert werden. Ohne Motorbrummen und lästige Vibrationen beschleunigt der E-Roller ruck-zuck auf Höchstgeschwindigkeit und bietet dabei ein völlig neues Fahrgefühl, das sich am ehesten als leises Dahingleiten beschreiben lässt. Mehr als ein leises Surren ist nicht zu hören - ein Traum für alle lärmgeplagten Anwohner in den Großstädten. Anstecken, aufladen, losfahren, auch Plug and Drive genannt, macht Mobilität unkompliziert - einfacher geht es nicht. Ölwechsel, Zündkerzenwechsel und Vergaserprobleme lässt der wartungsfreie Radnabenmotor Vergangenheit werden.


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