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Sicher ist sicher - So findest Du das richtige Schloss für dein Bike

Es ist der Alptraum eines jeden Radfahrers. Ein Alptraum, der leider allzu oft Realität wird und den viele von uns schon erleben mussten. Ein Fahrrad gestohlen zu bekommen tut weh – verdammt weh! Du stehst dort, wo du dachtest dein Bike abgeschlossen zu haben. Doch es ist nicht mehr da. Nervosität macht sich breit. Nach kurzem Zweifeln am eigenen Verstand erfolgt schnell die ernüchternde Erkenntnis: Es wurde gestohlen.

Die Statistiken sprechen für sich. In Deutschland wurden 2017 300.000 Fahrräder als gestohlen gemeldet. Allein in Berlin wird umgerechnet alle 17 Minuten ein Rad geklaut.

Neben den materiellen Folgen des Diebstahls, zählt vor allem auch der emotionale Aspekt. Laut einer Studie aus Großbritannien haben 25% der Menschen, die einen Fahrraddiebstahl erlitten haben, dem Radfahren abgeschworen. Und das ist etwas, was wir hier bei fahrrad.de nicht tolerieren können!

Dieser Guide soll daher über die unterschiedlichen Arten von Fahrradschlössern informieren, die Vor- und Nachteile dieser aufzeigen, die unterschiedlichen Sicherheitsstufen erklären und die neusten Entwicklungen in Sachen Schlösser zeigen.

THEMEN IM ÜBERBLICK

SICHERHEITSSTUFEN

Die Sicherheitsstufen unterscheiden sich von Hersteller zu Hersteller. Generell gilt jedoch: je höher die Stufe, desto sicherer das Schloss. Hier ein Überblick über die Sicherheitsstufen der geläufigsten Fahrradschlosshersteller:

  • Abus: 15 Sicherheitsstufen
  • Axa: 15 Sicherheitsstufen
  • Knog: 10 Sicherheitsstufen
  • Kryptonite: 10 Sicherheitsstufen
  • Onguard: 100 Sicherheitsstufen
  • Trelock: 6 Sicherheitsstufen
  • Zefal: 5 Sicherheitsstufen

Fahrradschloss-Typen

Bevor du dir ein Schloss zulegst, solltest du dir zunächst darüber klar werden, wo es zum Einsatz kommt und welches Fahrrad du damit abschließt. Abus, einer der weltweiten größten Schlosshersteller, empfiehlt zwischen 5 und 10% des Fahrradwertes in das Schloss zu investieren. Diese Faustregel macht durchaus Sinn. Würdest du ein 1.500 € Bike mit einem 20 € Schloss abschließen wollen? Eben. Dann lieber auf Nummer sicher gehen! Es gibt zahlreiche unterschiedliche Arten von Schlössern auf dem Markt die man in die folgenden 5 Haupttypen unterteilen kann:

  • Bikelocks
    Bügel-schlösser
  • Bikelocks
    Ketten-schlösser
  • Bikelocks
    Kabel-schlösser
  • Bikelocks
    Falt-schlösser
  • Bikelocks
    Rahmen-schlösser

Bügelschlösser sind mit die sichersten Schlösser auf dem Markt. Ein Bügel aus verschiedenen, gehärteten Stahllegierungen in Verbindung mit einem robusten Schließzylinder machen sie zur beliebtesten Option für Radfahrer in Großstädten

Vor allem wenn es spezielle Fahrradstellplätze gibt, eignen sich Bügelschlösser perfekt. Das Anschließen an Laternenpfählen und anderen Objekten kann mitunter etwas schwierig werden, da die Größe des Schlosses beschränkt und nicht variabel ist. Außerdem sind sie schwerer als beispielsweise Kettenschlösser und damit etwas umständlicher zu transportieren. Viele Modelle sind daher mit einer praktischen, am Rahmen anzubringenden Halterung ausgestattet.

Die Vorteile von Bügelschlössern überwiegen ganz klar den Nachteilen: sie sind extrem sicher und außerdem bohr- und schneideresistent. Kombiniert mit einem zusätzlichen Kabel kannst du auch die Räder mitzusichern und erhältst so den besten Diebstahlschutz, den du kriegen kannst.

Neben Bügelschlössern sind Kettenschlösser die sicherste Variante dein Fahrrad vor Diebstahl zu schützen. Sie sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich: entweder mit freiliegender Kette, umkleidet mit widerstandsfähigem Gewebe. Sie bieten ein hohes Maß an Sicherheit sowie gute Schnittresistenz.

Kettenschlösser sind leicht zu transportieren und bieten mehr Optionen, das Fahrrad an unterschiedlichsten Objekten anzuschließen. Mit einem Gewicht von 2 bis 5 kg gehören sie jedoch definitiv nicht zu den leichtesten Schlössern.

    TIPP: Beachte, dass nicht alle Kettenmaterialien gleich sind. Um herauszufinden, ob deine Kette sicher ist, versuche sie mit einer Säge anzusägen. Folgende zwei Dinge können passieren:
  • Die Kette zerkratzt – kein gutes Zeichen! Das Kettenmaterial bietet nicht ausreichend Sicherheit und kann mit einer Säge zerstört werden
  • Die Säge gleitet von der Kette – ein gutes Zeichen! Das Material des Kettenschlosses ist so robust, dass es mit konventionellen Werkzeugen nicht zerstört werden kann

Kabelschlösser werden in der Regel aus einem Stahlgeflecht hergestellt, das durch eine zähe Kunststoffhülle abgedeckt und geschützt ist. Diese Art von Schlössern ist in vielen verschiedenen Ausführungen und für jedes Budget erhältlich. Der Preis variiert je nach Dicke des Kabels.

Sie sind leicht und flexibel und damit ideal, wenn du dein Fahrrad schnell sichern willst. Aufgrund der schwächeren Struktur sind sie jedoch auch weitaus leichter zu knacken als beispielsweise Ketten- oder Bügelschlösser. Oft reicht schon eine Zange, um sie zu zerschneiden. Für die Sicherung in der Garage oder an Orten, an denen die Diebstahlgefahr gering ist, sind sie die richtige Wahl.

Kabelschlösser eignen sich außerdem hervorragend zur Ergänzung zu einem robusten Hauptschloss. Viele nutzen beispielsweise ein Kettenschloss zur Sicherung des Fahrradrahmens und ein zusätzliches Kabelschloss zur Sicherung der Räder oder anderer Zubehörteile wie z.B. einem Helm.

Faltschlösser sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Und das aus gutem Grund, denn sie verbinden die Flexibilität eines Ketten- mit der Sicherheit eines Bügelschlosses. Hergestellt aus faltbaren, starren Platten, bieten sie zudem eine hohe Schnittresistenz.

Der klare Vorteil ist, dass sie einfach zu transportieren sind: obwohl sie nicht immer super leicht sind, benötigen sie zusammengeklappt nur wenig Platz. Faltschlösser gibt es in vielen verschiedenen Längen – so kann man sein Bike flexibel an unterschiedlichsten Objekten anschließen.

Rahmenschlösser eignen sich bestens als Basisschutz für Fahrräder, die für kurze Zeit an Orten mit geringem Diebstahlrisiko abgestellt werden. Sie sind definitiv nicht ausreichend gegen Diebstahl geschützt, verhindern aber, dass das Fahrrad weggefahren werden kann. Bei vielen Rädern, vor allem bei E-Bikes, sind Rahmenschlösser bereits vorinstalliert.

Rahmenschlösser sollten unbedingt nur in Kombination mit einem weiteren Schloss wie einem Ketten- oder Bügelschloss verwendet werden. Nur so ist dein Rad auch wirklich sicher.


Fahrradschlösser 2.0

Der technische Fortschritt macht auch bei Fahrradschlössern nicht Halt. Angefangen hat alles mit kleinen Innovationen wie beispielsweise Schlüssel mit integrierter Beleuchtung. Doch spätestens beim Einsatz neuartiger Materialien wie Text-Lock oder LITELOK, staunte die Fahrradwelt nicht schlecht. Der Mythos, dass ein gutes Schloss automatisch auch ein schweres Schloss sein müsse, war somit eindrucksvoll widerlegt. Heute kann ein Schloss 1,5 kg wiegen und dennoch die gleiche Sicherheit wie ein 5 kg Kettenschloss bieten.

Oder wie wäre es mit einem Schloss, dass Diebe aktiv abschreckt? Beispielsweise das sogenannte Skunklockist ein Bügelschloss, dass ein übelriechendes Gas freisetzt, wenn jemand versucht es aufzubrechen. Andere, beispielsweise das Noke, geben ein lautes Geräusch von sich, wenn jemand an ihnen herumpfuscht.

Smartphones haben Schlösser regelrecht revolutioniert. Heute sind Schlösser erhältlich, so zum Beispiel das Bitlock, die keine Schlüssel mehr benötigen und aus der Ferne bequem per App geöffnet werden können. Es gibt auch Schlösser mit Sensoren, die dich über eine App warnen, wenn sie manipuliert werden.


So machst Du Fahrraddieben das Leben schwer

  • Vermeide es dein Fahrrad in schlecht beleuchteten, abgeschiedenen Gegenden abzuschließen.
  • Schließe dein Bike stets ab, auch wenn du nur kurz anhältst und eigentlich in Sichtweite bleibst.
  • Schließe dein Fahrrad stets an festen Objekten und niemals nur an sich selbst an.