Interview mit Oliver Pfeiffer von rideE.Bike - E-Bike Themen - fahrrad.de
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Interview – Oliver Pfeiffer von rideE.bike

Interview Ride E-Bike mit Oliver
In der Kategorie E-Bike konnte Oliver Pfeiffer mit seinem Blog rideE.bike den ersten Platz bei unserer Wahl der beliebtesten Fahrrad-Blogs belegen. Wir haben ihm ein paar Fragen zu seinem Blog und dem Thema E-Bike gestellt.

fahrrad.de:
Stelle dich kurz in ein paar Sätzen vor:
Oliver:
Hallo, ich bin der Olli von rideE.bike. Vor drei Jahren hatte ich das Ziel, meinen über 25 Jahre alten Hardtail-Hobel gegen was Neues einzutauschen. Im großen Bikeladen angekommen hatte der Verkäufer der MTB Abteilung einen Kunden und ich musste ein wenig warten. Also streunerte ich durch den Laden und bin an den eBikes hängen geblieben. Damals wusste ich nicht, dass es auch eMTBs gibt. Ich kannte nur die normalen Pedelecs. Der Pedelec-Verkäufer hatte Zeit und bot mir eine Probefahrt an und da war es um mich geschehen.

fahrrad.de:
Wie ist der E-Bike Blog rideE.bike entstanden?
Oliver:
Eigentlich komme ich aus der Oldtimer-Szene. Da betreibe ich mit einem Freund zusammen eine Art Gelbe Seiten für Oldtimer-Adressen.
Das Thema eMTB war noch ganz frisch und auf meinen Streifzügen durch das Internet nach den passenden Informationen, um für mich das richtige Bike zu finden, hatte ich das Problem, die einzelnen Bikes in Punkto Ausstattung, Geometrie oder Preis zu vergleichen. Da es so etwas nicht gab, habe ich mir Gedanken zu einer solchen Seite gemacht und rideE.bike war geboren. Schnell wurde aber klar, dass es doch schwieriger ist als gedacht, die vielen Daten der einzelnen Bikes zusammenzutragen, wenn man da nicht die Kontakte in die Branche hat und als Einzelkämpfer da steht.
Ich hatte mein Bike zwischenzeitlich gefunden und das Projekt wurde wieder hinten angestellt.
Im Spätherbst 2015 las ich dann einen Bericht über das BC Bikerace. Die British Columbia Bikerace ist eine Trailtour durch British Columbia in Kanada, wo es gilt, 7 Tage lang die dortigen Trails zu rocken. Ein neuer Traum war geboren. Just in diesem Zeitraum rief das Mountainbike Magazin auf, sich für die Haibike Enduro Crew zu bewerben. Dadurch wurde ich auf die Rennserie der Enduro One aufmerksam und als ich las, dass dort auch eBikes starten können, war klar, was zu tun ist. Ein Mitfahrer war im Pedelec-Forum schnell gefunden und damit auch ein neues Kapitel von rideE.bike. Die Seite sollte von nun an dazu dienen, über die ersten Rennerfahrungen zu berichten.

fahrrad.de:
Wie entstehen die Beiträge?
Oliver:
In erster Linie schreibe ich über das, was mir gefällt und mich interessiert. Ich habe mich in zig Presseverteilern eintragen lassen und wenn es da etwas gibt, wovon ich denke, es interessiert noch andere, dann veröffentliche ich die Infos oder schreibe darüber. Jedoch berichte ich nicht über das X-te Tiefeinsteiger-Pedelec. Die sportliche Note der eBikes sollte schon im Vordergrund stehen und wenn noch ein Hauch Wettkampf mitschwingt, ist das ideal. In den letzten zwei Jahren ist hier einiges passiert und immer mehr Veranstalter springen auf den Trend-Zug eMTB auf und es entstehen immer mehr Wettkämpfe und Rennen, wo eMTBs zugelassen sind.

fahrrad.de:
Auf rideE.bike geht es um die sportliche Sicht auf das E-Bike, was ist das Besondere an E-Bike Touren?
Oliver:
Mit einem eMTB bist Du einfach schneller unterwegs und kannst mehr Trails rocken als je zuvor. Die lästigen Aufstiege gehen fast wie von alleine und Du hast mehr eigene Power für die Passagen bergab.

fahrrad.de:
Wo würdest du sagen, lohnt es sich besonders die Touren mit einem E-Bike zu fahren?
Oliver:
Ganz gleich wo man fährt, das eMTB ist eine Bereicherung überhaupt. Egal ob es eine kleine Tour durch den Wald ist, die man im Sport-Modus absolviert, oder die längere Tour in den Bergen, die man dann im Eco-Modus absolvieren sollte, um genug Power für die hakeligen Passagen zu haben. Jede Tour mit dem eMTB hat seine Reize.

fahrrad.de:
Hast du persönliche Tourenfavoriten?
Oliver:
Die Trails durch die Vogesen sind ideal für eBiker. Auch das „Rote Land“ in Luxemburg ist ein begeisterndes Bike-Revier. Als Hometrail bin ich oft auf der neuen Downhill-Strecke am Wiesbadener Schläferskopf unterwegs und überhaupt lohnen sich die Taunuswälder immer für eine ausgiebige eBike-Tour.

fahrrad.de:
Schöne Uphill Trails bereiten E-Bikern Freude. Könnte es da aber nicht Konflikte mit den Bikern geben, die den gleichen Trail abwärts fahren?
Oliver:
Wenn man nicht unbedingt an einem Samstag oder Sonntag fährt, dann kann man auch den ein oder anderen Trailabschnitt mal Uphill fahren. Jedoch gilt hier immer vorausschauend zu fahren und jederzeit reaktionsbereit zu sein. Ich hatte noch keine Konflikte in diesem Bereich. Aber ich habe es auch noch nicht darauf angelegt, diesen besonderen Trail unbedingt nach oben fahren zu wollen. In der Regel macht bergab doch mehr Spaß und auf kleinen Teilstücken, wo die analogen Kollegen schieben würden, wird es ausgenutzt und spaßig.

fahrrad.de:
Was sind deine Erfahrungen mit dem Akkuverbrauch? Reicht eine Akkuladung für eine gute E-Bike Tour mit einigen Uphills?
Oliver:
Alleine nur Uphill zu fahren funktioniert in der Praxis noch nicht 100%. Es fehlt einfach noch die leistungsfähige Akkukapazität. Um Uphill Spaß zu haben, sollte es schon eine hohe Unterstützungsstufe sein und das frisst eben Akku und Reichweite. Ein eBike ist keine Wunderwaffe. Man benötigt trotzdem Ausdauer in den Beinen, um längere Touren fahren zu können. 40-50 km mit 1.000 bis 1.400 Höhenmetern sind aber schon mit einem 400Wh Akku machbar. Jedoch muss man dabei ein wenig mehr Eigenleistung einbringen. Von nix kommt nix und eBiken kann einen auch ganz schön fordern. eBiken ist nicht immer Honig schlecken wie einem das die Werbung suggeriert.

fahrrad.de:
Gibt es bei Downhill Trails große Unterschiede im Fahrgefühl zwischen einem „normalen“ Fully und einem E-Bike?
Oliver:
Eigentlich kann ich keinen Vergleich ziehen. Ich war vorher nur mit einem Hardtail und Starrgabel auf Waldwegen unterwegs. Ein eBike liegt auf Grund des eigenen Gewichts satt im Trail. Sprünge finde ich ein wenig schwieriger, weil man die ganze Fuhre samt Fahrer erst mal in die Luft bringen muss. Aber es gibt auch da Cracks, die damit keine Probleme haben. Ich bin nicht so der Luftikus und habe lieber zwei Räder auf dem Trail als in der Luft. Meine bevorzugten Trails sind eher die technischen Abfahrten. Alles in allem wie überall eine Gewöhnungssache. Aber eBiken macht riesig viel Spaß…

Vielen Dank für das Interview an Oliver Pfeiffer.


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Über rideE.Bike

Auf rideE.Bike geht es um die sportliche Sicht auf die Bikes mit Motor. Wer glaubt, Sport und E-Bike passen nicht in den gleichen Satz, der sollte einfach mal auf der Seite reinschnuppern. Denn gerade in vielen Mountainbike-Segmenten kann das E-Bike super genutzt werden. In regelmäßigen Abständen findet ihr bei rideE.bike Neuigkeiten aus der Szene und Informationen zu Technik, Reisen, Events und mehr.

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Die Top Fahrrad-Blogs

Bei unserer Wahl der beliebtesten Fahrrad-Blogs, die jährlich stattfindet, konnte rideE.Bike den ersten Platz in der Kategorie E-Bike belegen. Insgesamt haben über 200 Blogs an der Wahl teilgenommen. Zum ersten Mal fand die Wahl 2015 statt. Im Jahr 2017 wird es die dritte Ausgabe unserer Wahl der beliebtesten Fahrrad-Blogs geben. Wer sich für die Ergebnisse aus dem letzten Jahr interessiert, findet hier alle Informationen: www.fahrrad.de/info/top-fahrrad-blogs-2016. Es gibt viele neue Blogs zu entdecken. Wer also auf der Suche nach Lesestoff ist, sollte einen Blick auf die Blogliste werfen.

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